Kohlenstoff wird zum Gedenkdiamanten

Diese Fragen wurden uns immer wieder gestellt. Lesen Sie hier eine Erklärung dazu: Die Kremation von Leichen hat (neben den sicher wichtigen rituellen und kulturellen Gründen) aus praktischen Gesichtspunkten das Ziel, den Verwesungsvorgang zu umgehen und ein Material zu erhalten, dass man problemlos in der Erde haben kann ohne Schäden für das Grundwasser befürchten zu müssen. In der ferneren Vergangenheit mit ihren sehr unterschiedlichen hygienischen Verhältnissen und wenig Wissen über chemische und physikalische Zusammenhänge kam die Idee des läuternden, also reinigenden Feuers auf. Dieses Ziel hat sich bis heute eigentlich nicht verändert, die Methode schon. Was früher ein Feuer unter offenem Himmel war ist heute ein gut organisierter und gut geplanter, vollautomatischer Vorgang unter Computerkontrolle. Das Ergebnis der Verbrennung ist Asche, bestehend zum größten Teil aus Mineralien und Salzen. Also anorganischemMaterial. Man kann in den meisten Fällen jedoch auch mit blossem Auge Teilchen unterschiedlicher Grautönung erkennen, auch schwarze Teilchen sind in der Asche enthalten. Diese unterschiedliche Färbung kommt zu einem Teil (aber nicht nur) vom bei der Verbrennung verbliebenen Kohlenstoff. Dieser Kohlenstoff macht je nach Verbrennungsart (Gas oder elektrisch), Zustand und Menge des zu verbrennenden Materials, Alter und einigen Faktoren mehr zwischen knapp 2 und 6% der Asche aus,


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